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Tora-Diskussion im Frühjudentum und bei Paulus


Wenn im Denken des Paulus durch Christus eine neue Beziehung zu Jhwh, dem einen Gott Israels, eröffnet ist, an der sowohl Juden als auch Heiden durch ihre Zugehörigkeit zu Christus teilhaben können, stellt sich die Frage, wie sich auf der Basis dieser neuen Überzeugung das Verständnis der Tora verändert. Im Hintergrund der Fragestellung steht methodisch und sachlich die Diskussion um die sogenannte „New Perspective on Paul“ einerseits, der geschichtliche Kontext verschiedener frühjüdischer Tora-Auslegungen andererseits. Letztere müssen dazu aus den Quellen erarbeitet werden. Forschungsgeschichtlich liegt der Fokus auf der gegenseitigen Bedingtheit von sozialgeschichtlicher Situierung und theologischer Relevanz der Aussagen des Paulus zur Tora. Das Ziel des Projektes besteht in einer aktuellen Darstellung der neuen Tora-Hermeneutik des Paulus, wie sie sich in verschiedenen Passagen im Römer- und im Galaterbrief findet.