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Fachprofil - Alte Kirchengeschichte und Patrologie


In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung „nach Christus“ sind grundlegende Entscheidungen für die Entwicklung des Christentums gefallen: Das Große Glaubensbekenntnis vom Jahr 381, auf das sich fast alle christlichen Konfessionen berufen, ist dafür nur der prominenteste Beleg. Neben der Formulierung des trinitarischen Gottesbildes sind etwa das christologische Dogma über die Inkarnation des Gottessohnes, die Ausbildung der hierarchischen Struktur der Kirche sowie grundlegende Weichenstellungen zur Sakramententheologie und Erlösungslehre zu nennen. Auch die Bibel, wie wir sie heute kennen, ist in den ersten Jahrhunderten erst langsam zu ihrer heutigen Form gewachsen.

Das Fach Alte Kirchengeschichte und Patristik zeichnet diese grundlegenden Entwicklungen der christlichen Religion nach und vermittelt das Basiswissen, wie aus einer frühjüdischen Sekte eine spätantike Weltreligion werden konnte, warum Christen das glauben, was im Credo steht, wie die Verfassung der Kirche entstanden ist, und was es mit den zahlreichen Texten auf sich hat, die sich zwar „Evangelien“ nennen, aber nicht in den Kanon des Neuen Testaments aufgenommen worden sind.