In einem ersten Vortragsblock am 25.11. stand der ökumenische und interreligiöse Aspekt besonders im Vordergrund. Erzbischof Krystof, orthodoxer Metropolit von Prag und der tschechischen Länder, referierte über Aspekte des orthodoxen Eheverständnisses, bevor Rabbiner Dr. Walter Homolka in die wenig bekannte Materie des jüdischen Eherechts einführte.
Universität Potsdam
Die Gastgeber der Universität Potsdam und des ihr angegliederten Kanonistischen Instituts mit Erzbischof Krystof
Begrüßung durch den Rektor
Begrüßung durch den Dekan
Erzbischof Krystof bei seinem Referat
Rabbiner Dr. Walter Homolka
Ein zweiter Referatsblock hatte aktuelle Fragen des kanonischen Eherechts im Blick. Prof. Dr. Dr. Elmar Güthoff stellte die neue Eheprozeßordnung "Dignitas connubii" vor und setzte sich intensiv mit deren Rechtscharakter und den Folgen für die praktische Anwendung auseinander. Im Anschluß zeigte Prof. Dr. Ariel D. Busso aus Buenos Aires die Besonderheiten der kirchlichen Ehejudikatur und der kirchenrechtlichen Lehre, Forschung und Praxis in Argentinien auf. Er eröffnete damit auch einen Blick auf die spezifischen Bedingungen kanonistischer Arbeit in den Ländern Südamerikas.
Prof. Dr. Dr. Elmar Güthoff stellt "Dignitas connubii" vor.
Prof. Dr. Ariel D. Busso
Den ersten Tag beschlossen die Relationes, in deren Rahmen Studierende die Gelegenheit erhielten, ein Kurzreferat vor einem Fachpublikum zu halten. Anschließend trafen sich die Tagungsteilnehmer zu einem Empfang auf der Galerie des Lichthofes.
Ausklang des ersten Tagungsabends (Dipl.-Verw. Franziska Schumann, Kaufmännische Direktorin des Kanonistischen Instituts Potsdam, mit Prof. Dr. Ariel D. Busso, Buenos Aires) ...
... auch mit Münchner und Augsburger Teilnehmern
Der zweite Tag begann mit einem Gottesdienst. Anschließend beleuchtete Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Peter Landau die Anfänge des kanonischen Eheprozeßrechts unter Papst Cölestin II. Er bot damit Einblick in eine wenig beachtete Materie. Den Abschlußvortrag hielt PD Dr. Matthias Pulte, wobei er die eherechtlichen Akzente in den Ansprachen Papst Johannes Pauls II. an die Rota Romana von 1979 bis 2004 herausarbeitete.
Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Peter Landau
Meldung vom 12.10.2005