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Dialogstile - Symposium zum 500. Jahrestag der Disputation Luthers mit Cajetan in Augsburg


 


12.10. - 13.10.2018, Universität Augsburg, St. Anna und Goldener Saal in Augsburg



Im Jahr 2017 begingen die aus der Reformation hervorgegangenen evangelischen Kirchen den 500. Jahrestag des sog. Thesenanschlags an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. In der historischen Rückschau gilt dieses Datum als der Beginn der abendländischen Kirchenspaltung und als Geburtsstunde der evangelisch-reformatorischen Kirchen.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sind die entstehenden Konfessionen in Augsburg mehrfach auf verschiedenen Reichstagen aufeinander getroffen. Im Jahr 1530 kam es, seitens der Protestanten unter Federführung von Philipp Melanchthon, zum letzten Versuch einer theologischen Einigung zwischen beiden Parteien, woraus die für die evangelisch-lutherische Kirche bis heute gültige Confessio Augustana hervorgegangen ist; und das Jahr 1555 markiert mit der Verabschiedung des Augsburger Religionsfriedens den Versuch einer politisch-juristischen Lösung der durch die Glaubensspaltung entstandenen Situation.

Die Reichsstadt Augsburg ist jedoch auch der Ort, wo es zu Beginn des Prozesses der Glaubensspaltung zu einem ersten Disput beider Parteien gekommen ist: Am 12. bis 14. Oktober des Jahres 1518 traf Luther hier zum ersten Mal persönlich mit einem hochrangigen Vertreter des römischen Lehramtes in der Person des Kardinals Thomas de Vio, genannt Cajetan, zusammen. Insofern markiert dieses Datum den Beginn des interkonfessionellen Dialoges in der Neuzeit.

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Augsburg hält zu diesem Datum unter dem Thema „Dialogstile“ ein öffentliches wissenschaftliches Symposium ab, das einerseits historisch die Entwicklung des interkonfessionellen Dialogs vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachzeichnet und andererseits systematisch-theologisch den derzeitigen Stand der Ökumene dokumentiert.


Zum Programm des Symposiums

Meldung vom 30.08.2018